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Industrieller Experten-Guide

Rückschlagklappen:
Der vollständige Leitfaden
für Industrie & Anlagenbau

Was genau ist eine Rückschlagklappe, wann brauchen Sie welchen Typ — und wo liegt der Unterschied zum Rückschlagventil? Dieser Leitfaden beantwortet alle Fragen, die Planer, Einkäufer und Anlagenbauer im DACH-Raum wirklich stellen.

DN10–600
Nennweitenbereich
PN6–40
Druckstufen ab Lager
5+
Dichtungsmaterialien
ISO/DIN
Normgerechte Ausführung

Was ist eine Rückschlagklappe eigentlich?

Kurz gesagt: Eine Rückschlagklappe ist ein selbsttätiges Sicherheitselement in Rohrleitungen. Sie lässt Medien — ob Wasser, Dampf, Gas oder aggressive Chemikalien — in genau eine Richtung durch und sperrt beim Nachlassen des Vordrucks sofort zurück. Kein manuelles Eingreifen, kein Antrieb, kein Strom. Die Strömung selbst ist Antrieb und Steuersignal zugleich.

Im Unterschied zu einem Absperrschieber oder Kugelhahn, der aktiv betätigt werden muss, arbeitet die Rückschlagklappe vollständig autonom. Das macht sie zur bevorzugten Lösung überall dort, wo Rückströmungen Pumpen beschädigen, Kontaminationen verursachen oder Prozesse destabilisieren würden — also in den allermeisten Industrieanlagen.

In der deutschen Norm spricht man oft vom Rückflussverhinderer oder der Rückschlagarmatur. International ist der Begriff Check Valve geläufig, in Großbritannien auch Non-Return Valve (NRV). Das Wirkprinzip ist dasselbe — die konstruktive Umsetzung unterscheidet sich jedoch erheblich, und genau da lohnt ein genauer Blick.

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Warum ist Rückflussschutz so kritisch?

Pumpen sind für Förderbetrieb ausgelegt, nicht für rückwärts laufende Strömungen. Selbst ein kurzer unkontrollierter Rückstrom kann Laufräder beschädigen, Dichtungen zerstören oder bei Druckwellenschlag (Wasserhammer) ganze Rohrleitungen aus der Verankerung reißen. Eine korrekt dimensionierte Rückschlagklappe kostet einen Bruchteil dieser Folgeschäden.


Wie funktioniert eine Rückschlagklappe? Die Physik dahinter

Das Prinzip ist elegant in seiner Einfachheit. Die Klappe — ein scheibenförmiger Verschlusskörper, drehbar auf einer Welle gelagert — öffnet, sobald der Vorwärtsdruck ausreicht, um die Schließkraft (Eigengewicht oder Federkraft) zu überwinden. Fällt der Förderdruck ab oder kehrt die Strömung um, drückt Rückdruck oder Schwerkraft die Klappe zurück in die Schließstellung. Dieser Vorgang geschieht in Millisekunden.

Optionale Federrückstellung verkürzt die Schließzeit erheblich — wichtig bei pulsierenden Strömungen oder sehr kurzen Abschaltvorgängen. Ohne Feder reagiert die Klappe primär auf den hydraulischen Differenzdruck und eignet sich gut für gleichmäßige, schwankungsarme Durchflüsse.

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Öffnen durch Vordruck

Der Betriebsdruck der Pumpe überwindet Eigengewicht und ggf. Federkraft — die Klappe öffnet und gibt den vollen Querschnitt frei.

Automatisches Schließen

Fällt der Druck ab, schließt die Klappe durch Rückdruck, Schwerkraft oder Federrückstellung — ohne externe Energie oder Steuerung.

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Schutz vor Wasserhammer

Schnell schließende Typen — besonders Doppelflügel — reduzieren den hydraulischen Schlag beim Pumpenstopp deutlich.

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Keine Hilfsenergie

Rein passiver Betrieb — ideal für entlegene Anlagen, Sicherheitsabsicherungen und energiesparende Systeme.


Typen und Bauformen — ein ehrlicher Überblick

Der Markt bietet eine Vielzahl von Rückschlagklappen-Konstruktionen. Welche die richtige ist, hängt von Nennweite, Druckstufe, Medium und Einbaulage ab. Hier sind die wichtigsten Typen, die Sie bei Fergo-Valve finden — mit allen relevanten technischen Details:

Bauform & Typ Ideale Anwendung Technische Daten & Werkstoffe Besondere Eigenschaften
Zwischenflansch-Rückschlagklappe
Universell Kompakt
Platzsparender Einbau zwischen zwei Flanschpaare; Wasser, Heizungsmedien, neutrale Gase, Druckluft. Materialien: Edelstahl (1.4408), Stahl verzinkt (1.0619), Sphäroguss (GGG40), PVC-U, PP-H
Nennweiten: DN32 bis DN600
Dichtungen: NBR, EPDM, FKM/Viton, PTFE, Metall
Druckstufen: PN10/16/25/40, ANSI Class 150/300
  • Sehr kurze Einbaulänge (Wafer-Bauform)
  • Optional mit Federrückstellung für schnelles Schließen
  • EN 1092-1 / DIN 2632 normgerecht
  • Einbau in waagerechter oder senkrechter Leitung
Doppelflügel-Rückschlagklappe
Großer DN Schnellschließend
Große Nennweiten und hohe Volumenströme, Pumpenabsicherung, Wasserwerke, Kühlkreisläufe. Materialien: Sphäroguss (GGG40), Edelstahl (CF8M)
Nennweiten: DN100 bis DN600
Dichtungen: NBR, EPDM, FKM/Viton
Druckstufen: PN10/16
  • Zwei symmetrische Klappenscheiben — sehr geringer Strömungswiderstand
  • Extrem schnelle Schließzeit minimiert Wasserhammer
  • Kompakter als vergleichbare Einzelklappenausführungen
  • Federrückstellung standardmäßig
Gewinde-Rückschlagklappe
Kleine DN Haustechnik
Kleinere Nennweiten, Direktmontage ohne Flansche — Haustechnik, Labore, Sanitärinstallation. Materialien: Messing, Edelstahl (1.4408)
Nennweiten: DN10 bis DN50
Dichtungen: NBR, Metall
Druckstufen: PN10/12
Anschluss: Innengewinde ISO 228/1
  • Einfachste Montage — schrauben, fertig
  • Kein Flanschmaterial erforderlich
  • Messing: wirtschaftlich für Trinkwasserleitungen
  • Edelstahl: für aggressive Medien und Lebensmittelbetriebe
PFA-ausgekleidete Rückschlagklappe
Chemiebeständig Hochrein
Hochaggressive Säuren, Laugen, Lösungsmittel; Reinstwasser; Halbleiterfertigung, Galvanik. Materialien: Sphäroguss (GGG40) + vollständige PFA-Innenauskleidung (Flowserve-Qualität)
Nennweiten: DN15 bis DN200
Dichtungen: PTFE/PFA
Druckstufen: PN6/10/16
  • Vollständige PFA-Umhüllung — kein Medienkontakt mit Metallgehäuse
  • Nahezu universelle chemische Beständigkeit
  • Für höchste Reinheitsanforderungen geeignet
  • Niedrige Reibung, kaum Ablagerungen
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Federrückstellung: Wann ist sie unverzichtbar?

Immer dann, wenn Pumpen häufig an- und abgeschaltet werden oder Pulsationen im System auftreten. Ohne Feder kann die Klappe kurz vor dem Schließen durch Rückströmung "schlabbern" — das erzeugt Geräusche, erhöhten Verschleiß und im schlimmsten Fall Druckschläge. Federrückgestellte Klappen schließen dagegen nahezu zeitgleich mit dem Pumpenstopp. Details zu Einbau und Betrieb in den technischen Anweisungen.


Materialien & Dichtungen: Hier entscheidet sich die Lebensdauer

Eine Rückschlagklappe ist nur so gut wie ihre Dichtung und ihr Gehäusewerkstoff. Wer hier spart oder das falsche Material wählt, zahlt es durch Korrosion, Quellung oder vorzeitigen Ausfall doppelt zurück. Das Fergo-Programm deckt nahezu jede Kombination ab.

Werkstoff / Dichtung Geeignet für Temperaturbereich Typische Anwendung
Edelstahl 1.4408 (CF8M) Wasser, Dampf, Chemikalien, Lebensmittel, Meeresumgebung –196 °C bis +400 °C Chemie, Pharma, Marine, Lebensmittelproduktion
Stahl verzinkt (1.0619) Wasser, Heizungsmedien, Druckluft –20 °C bis +250 °C Haustechnik, kommunale Wasserversorgung, HLK
Sphäroguss GGG40 Wasser, Heizöl, Gase (nicht oxidierend) –20 °C bis +300 °C Wasserwerke, Industrie-Allgemein, Fernwärme
Messing Trinkwasser, Heizung, Gase, schwache Säuren –30 °C bis +150 °C Sanitär, Haustechnik, Labor
Dichtung NBR Mineralöle, Wasser, Druckluft, Kraftstoffe –40 °C bis +120 °C Allgemeine Industrie, Heizungstechnik
Dichtung EPDM Heißwasser, Dampf (niederdruck), Trinkwasser, Ozon –50 °C bis +150 °C Haustechnik, Wasseraufbereitung, Schwimmbad
Dichtung FKM/Viton Mineralöle, Kraftstoffe, aggressive Chemikalien, Hochtemp. –20 °C bis +200 °C Chemie, Petrochemie, Automotive
Dichtung PTFE Nahezu alle Chemikalien, hochreine Medien, Oxidantien –200 °C bis +260 °C Pharma, Lebensmittel, Halbleiter, Labore — auch als PFA-Ausführung
Metalldichtung Heißdampf, extreme Drücke und Temperaturen Bis +550 °C Kraftwerke, Hochdruckanlagen — ergänzend Gestra-Rückschlagventile

Wo werden Rückschlagklappen eingesetzt? Ein Blick in die Praxis

Kaum eine andere Armatur ist so breit einsetzbar. Von der kommunalen Wasserversorgung bis zur Offshore-Plattform — überall, wo Pumpen oder Kompressoren laufen, ist eine Rückschlagklappe in der Nähe. Hier die wichtigsten Einsatzgebiete:

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Wasserversorgung & Abwasser

Pumpenabsicherung in Druckleitungen, Rückflussschutz in Hausanschlüssen, Rückhaltefunktion in Kläranlagen — Doppelflügelklappen (DN100–DN600) dominieren diesen Bereich.

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Chemie & Pharma

Aggressive Laugen und Säuren fordern Edelstahl oder PFA-Ausführungen. PTFE-Dichtungen sind Standard. Fergo bietet Flowserve-PFA-Rückschlagklappen für höchste chemische Beständigkeit.

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Prozesstechnik & Energieerzeugung

Dampfleitungen, Kondensatkreisläufe, Kühlwassersysteme. Hier spielen Metalldichtungen und Hochtemperaturwerkstoffe ihre Stärken aus. Ergänzend: Kondensatableiter für Dampfkreisläufe.

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Gebäudetechnik & HLK

Heizungsanlagen, Kaltwassersysteme, Lüftungsanlagen. Günstige Stahl- oder Messingausführungen in kleinen DN mit Gewindeanschluss sind hier die erste Wahl.

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Lebensmittel & Getränke

Hygienevorschriften erfordern glatte Oberflächen (Ra <0,8 μm), FDA-zugelassene Elastomere und oft EPDM- oder PTFE-Dichtungen in Edelstahl.

Schiffbau & Marine

Salzwasserbeständigkeit ist Pflicht — Edelstahl oder Bronze. Doppelflügelklappen für Kühlwasser-Kreisläufe, Bilgenwasserpumpen und Ballastsysteme.


Vorteile & Grenzen — kein Marketing-Bingo, sondern Fakten

Rückschlagklappen sind in den meisten Situationen die überlegene Wahl gegenüber Rückschlagventilen — aber nicht immer. Hier die ungeschminkte Wahrheit:

✅ Stärken der Rückschlagklappe
  • Extrem kurze Einbaulänge (Wafer-Design) — spart Platz und Kosten
  • Geringer Druckverlust, besonders bei Doppelflügel-Ausführungen
  • Kein Hilfsenergiebedarf — vollständig passiv
  • Schnelle Schließzeiten (mit Feder) reduzieren Wasserhammer
  • Breite Werkstoff- und Dichtungsauswahl für nahezu jedes Medium
  • Sehr kostengünstig im Verhältnis zu Kugelhähnen oder Ventilen
  • Wartungsarm durch einfachen Aufbau
  • Einbau in waagerechte und senkrechte Leitungen möglich
⚠️ Grenzen der Rückschlagklappe
  • Kein Drosseln oder manuelles Absperren möglich — reine Einweg-Funktion
  • Funktioniert nicht als Hauptabsperrung — dafür: Absperrklappe oder Kugelhahn
  • Bei sehr niedrigen Durchflussgeschwindigkeiten kann die Klappe "flattern"
  • Schwebstoffe (Feststoffpartikel) können Dichtfläche beschädigen — Abhilfe: Schmutzfänger vorschalten
  • Eingeschränkte Eignung für hochviskose Medien (Schmiermittel, Schlämme) — Alternative: Plattenschieber
  • Standardausführungen nicht für ATEX-Ex-Zonen geeignet
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Tipp: Schmutzfänger vorschalten

In Systemen mit Feststoffanteilen oder nach ersten Inbetriebnahmen empfiehlt sich der Einbau eines Schmutzfängers (Y-Strainer) vor der Rückschlagklappe. Das verlängert die Lebensdauer der Dichtflächen erheblich und vermeidet Undichtheiten durch eingeschlossene Partikel.


Rückschlagklappe vs. andere Armaturen — wann nimmt man was?

Diese Frage landet regelmäßig auf dem Schreibtisch von Planungsingenieuren. Manchmal ist die Antwort eindeutig, manchmal ist eine Kombination das Klügste. Fergo liefert alle genannten Armaturentypen: Rückschlagklappen, Rückschlagventile, Absperrklappen, Kugelhähne und Plattenschieber.

Rückschlagklappe vs. Rückschlagventil

Das ist die meistgestellte Frage — und die Antwort ist nuancierter als "Klappe = flach, Ventil = kompakt". Beide verhindern Rückfluss. Der Unterschied liegt in Konstruktion, Druckverlust und Einbauanforderung.

Kriterium Rückschlagklappe Rückschlagventil
Einbaulänge Sehr kurz (Wafer: 43–160 mm) Länger (Baulänge nach EN 558)
Druckverlust Gering bis sehr gering (Doppelflügel) Mittel bis hoch (Heber, Kugel, Scheibenventil)
Schließverhalten Schnell (mit Feder), sonst mittel Je nach Typ sehr schnell (Disco) bis langsam
Einbaulage Waagerecht und senkrecht (mit Feder) Je nach Typ eingeschränkt (z.B. Heber nur waagerecht)
Nennweitenbereich DN10 bis DN600 DN6 bis DN400 je nach Typ
Anschlussform Zwischenflansch (Wafer), Flansch, Gewinde Flansch, Gewinde, Schweißende
Typisches Einsatzgebiet Pumpenabsicherung, große DN, Platzersparnis Dampf, kleine DN, pulsierend, vertikal
Preis Sehr kostengünstig bis mittel Mittel bis höher (je nach Ausführung)
Fazit: Für die meisten Standardanwendungen mit Flüssigkeiten und Gasen in Flansch-Rohrleitungen ist die Rückschlagklappe die wirtschaftlichere und oft technisch überlegene Lösung. Rückschlagventile punkten bei Dampfanwendungen, sehr kleinen Nennweiten und speziellen Einbaulagen.

Rückschlagklappe vs. Absperrklappe (Butterfly Valve)

Das ist eigentlich kein direkter Wettbewerb — beides ist nötig. Eine Absperrklappe wird manuell oder per Antrieb betätigt und dient der bewussten Absperrung oder Regulierung. Sie verhindert keinen Rückfluss ohne externes Zutun. In der Praxis sieht man daher oft eine Kombination: Absperrklappe für den manuellen Schnellabschluss, Rückschlagklappe für den automatischen Rückflussschutz — beide direkt hintereinander in der Rohrleitung.

Rückschlagklappe vs. Messerschieber (Knife Gate Valve)

Messerschieber (auch Plattenschieber oder Knife-Gate-Ventile) sind primär für schlammige, partikelbeladene Medien konzipiert — Abwasser, Zellstoffbrei, Schüttgut-Suspensionen. Sie können absperren, aber keinen Rückfluss selbsttätig verhindern. In solchen Anwendungen mit Rückflussrisiko braucht es einen Messerschieber und eine nachgeschaltete Rückschlagklappe — wobei für sehr schmutzige Medien spezielle Schieberrückschlagventile eine Überlegung wert sind.

Rückschlagklappe vs. Kugelhahn

Ein Kugelhahn bietet zwar eine hervorragende Abdichtung in beiden Richtungen und lässt sich auch als Absperrung nutzen, ersetzt aber keine Rückschlagfunktion — er schließt nicht automatisch. Zudem ist er deutlich teurer und für reinen Rückflussschutz funktional überdimensioniert. Beide Armaturen haben in einem gut geplanten Rohrleitungssystem ihren festen Platz — und selten denselben.


Schritt für Schritt zur richtigen Rückschlagklappe

Kein Hexenwerk — wenn man die richtigen Fragen stellt. Diese Checkliste führt Sie sicher zur korrekten Spezifikation:

1

Medium bestimmen

Wasser, Dampf, Gas, Öl, Chemikalie? Rein oder partikelbeladen? Trinkwasser erfordert W270/DVGW-konforme Werkstoffe. Aggressive Medien brauchen Edelstahl oder PFA-Auskleidung. Mineralöle fordern NBR oder FKM — keinesfalls EPDM.

2

Druck & Temperatur festlegen

Maximaler Betriebsdruck und Temperaturspitze bestimmen Druckstufe (PN) und Werkstoffklasse. Standard-Stahl bis PN16 bei <150 °C, Edelstahl bis PN40. Für Dampf oberhalb 180 °C empfehlen sich Metalldichtungen. Weitere Details in den technischen Anweisungen.

3

Nennweite und Anschluss klären

Nennweite (DN) aus Rohrleitungsplan oder Pumpendatenblatt entnehmen. Flanschbohrbild nach EN 1092-1 (DIN), ASME B16.5 oder ANSI-Norm bestimmen. Gewinde-Anschluss für kleine DN, Zwischenflansch für DN32+. Passende Flanschdichtungen direkt mitbestellen.

4

Einbaulage berücksichtigen

Waagerecht, senkrecht aufwärts oder abwärts? Ohne Feder nur bedingt senkrecht einsetzbar. Federrückgestellte Zwischenflanschklappen funktionieren in jeder Einbaulage zuverlässig.

5

Schließverhalten & Pulsation prüfen

Häufige Pumpenstarts/-stopps, Pulsationen oder Ex-Schutzerfordernisse? Dann Federrückstellung oder Doppelflügel-Ausführung. Bei gleichmäßiger Strömung und seltenem Schalten reicht eine einfache Klappe ohne Feder.

6

Normen & Zertifizierungen klären

Trinkwasser: DVGW-Zulassung, W270 erforderlich. EU-Druckgeräterichtlinie (PED 2014/68/EU) ab bestimmten Druckstufen beachten. Für Ex-Zonen: entsprechende ATEX-Zertifikate prüfen. Alle Fergo-Zertifikate unter fergo-valve.de/zertifikat.

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Nicht sicher? Fergo-Technikteam hilft weiter.

Bei komplexen Medien oder unklaren Anforderungen lohnt eine kurze Rückfrage. Das Fergo-Team beantwortet technische Spezifikationsfragen schnell und pragmatisch — ohne Verkaufsdruck. Einfach anrufen: +49 (0) 21 31 / 15 39 28-0 oder per E-Mail an shop@fergo-valve.de. Weitere Informationen unter Kundenservice.


Normen, Zertifizierungen & Druckstufen — was zählt wirklich?

Im EU-Markt ist das Thema Normkonformität kein bürokratisches Beiwerk, sondern Haftungsschutz und oft Betriebsgenehmigungsvoraussetzung. Hier die relevanten Regelwerke für Rückschlagklappen. Alle verfügbaren Zertifikate unter fergo-valve.de/zertifikat.

Norm / Richtlinie Inhalt & Relevanz Wann verpflichtend?
EN 1092-1 Flanschnorm für Industriearmaturen — Bohrbild, Dichtleisten, Druckstufen PN6 bis PN400 Standardmäßig in EU-Anlagen
DIN 2632 / 2633 Deutsche Flanschnormen PN10 und PN16 — noch verbreitet in Bestandsanlagen Bei Bestandsanlagen mit DIN-Flanschen
ASME B16.5 / ANSI Class 150/300 Amerikanische Flanschnorm — relevant für internationale Projekte, Chemie-Export International tätige Betriebe, US-Märkte
PED 2014/68/EU EU-Druckgeräterichtlinie — CE-Kennzeichnungspflicht ab bestimmten Druck-Volumen-Produkten Ab PN16 und DN25+ in gefährlichen Fluiden (Kategorie I+)
DVGW W270 / VP 614 Materialhygiene Trinkwasser (W270) und Zulassung für Gasanwendungen (VP 614) Trinkwasser- und Gasanlagen in Deutschland
ISO 5211 Antriebsschnittstelle (irrelevant für reine Rückschlagklappen — relevant für kombinierte Automatisierung mit pneumatischen oder elektrischen Antrieben) Bei automatisierten Absperrarmaturen

Fergo-Valve liefert alle Armaturen mit vollständigen Konformitätserklärungen und CE-Kennzeichnung nach PED, wo dies erforderlich ist. Auf Anfrage sind Werkszeugnisse 3.1 nach EN 10204 erhältlich. Alle Zertifikate unter fergo-valve.de/zertifikat.


Rückschlagklappen direkt ab Lager — das Fergo-Programm

Fergo-Valve hält ein breites Lagerprogramm bereit — die meisten Standardausführungen werden noch am selben Tag versandfertig gemacht. Hier die wichtigsten Produktlinien:


Häufige Fragen zu Rückschlagklappen

Kann eine Rückschlagklappe in senkrechten Leitungen eingebaut werden?
Ja — mit Einschränkungen. In senkrechten Leitungen mit Aufwärtsströmung funktioniert auch eine ungefederte Klappe, da die Schwerkraft beim Schließen hilft. Bei Abwärtsströmung ist eine Federrückstellung zwingend erforderlich, da die Klappe sonst durch das Mediumgewicht offen gehalten wird. Details zum Einbau in den technischen Anweisungen.
Was ist der Mindestdurchfluss, damit die Klappe sicher öffnet?
Das hängt von Federstärke, Klappenmasse und Nennweite ab. Als Faustformel gilt eine Mindestströmungsgeschwindigkeit von ca. 0,5–1,0 m/s für ungefederte Klappen. Bei federrückgestellten Ausführungen etwas höher. Für sehr niedrige Durchflüsse ist ein Disco-Rückschlagventil oft die bessere Wahl.
Rückschlagklappe oder Rückschlagventil — was ist für Dampfleitungen besser?
Für Dampfanwendungen sind Hubventile (Lift-Check-Valves) mit Metalldichtung traditionell häufiger, da sie für vertikalen Einbau und pulsierendem Dampffluss ausgelegt sind. Rückschlagklappen mit PTFE- oder Metalldichtung in Edelstahl sind aber ebenfalls einsetzbar — insbesondere wo Einbauraum begrenzt ist. Für Dampfkondensatkreisläufe bieten sich zudem Gestra-Rückschlagventile an.
Wie oft muss eine Rückschlagklappe gewartet werden?
Bei sauberen Medien und korrekter Auslegung sind Wartungsintervalle von 5–10 Jahren üblich. Visuelle Kontrolle auf Dichtheit und Korrosion bei Jahresinspektion. In partikelbeladenen Medien empfiehlt sich jährliche Sichtkontrolle — ein vorgeschalteter Schmutzfänger schützt die Dichtflächen und verlängert die Intervalle erheblich. Die einfache Konstruktion macht Rückschlagklappen zu den wartungsärmsten Armaturen überhaupt.
Welche Rückschlagklappe ist für Trinkwasser zugelassen?
In Deutschland müssen Armaturen in Trinkwasserleitungen die Anforderungen nach DVGW-Arbeitsblatt W270 erfüllen und aus KTW-bewerteten Materialien bestehen. Messing und Edelstahl mit EPDM-Dichtungen sind typische Kombinationen. Fragen Sie bei Fergo explizit nach DVGW-konformen Ausführungen — die Produktbeschreibungen weisen dies aus. Alle Zertifikate unter fergo-valve.de/zertifikat.
Kann ich eine Rückschlagklappe direkt nach einer Pumpe einbauen?
Ja, und in vielen Fällen ist es sogar Pflicht laut Betriebsanleitung des Pumpenherstellers. Der empfohlene Mindestabstand beträgt in der Regel 5–10 × DN zur Pumpe, um turbulente Einströmung zu vermeiden. Vor der Rückschlagklappe sollte idealerweise ein Schmutzfänger installiert sein.

Bereit, die richtige Rückschlagklappe zu finden?

Zwischenflansch, Doppelflügel, Gewinde oder PFA — ab Lager, mit Zertifikat und Fergo-Beratung. Lieferung in DE/AT/CH meist noch am selben Tag.

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